Geschwister / Halbgeschwister

Man kann inzwischen sehr zuverlässig einen Test hinsichtlich der Frage nach Geschwister- oder  Halbgeschwisterschaft durchführen. Hierzu werden mehrere DNS-Bereiche der Testpersonen analysiert. Diese Untersuchung bildet die Grundlage für die Berechnung des Verwandtschaftsgrades. Auf Grundlage eines von den Testpersonen angegebenen Stammbaums werden Hypothesen aufgestellt und deren prozentuale Wahrscheinlichkeitswerte berechnet. Dafür ist es wichtig, dass im Vorfeld so genau wie möglich geklärt wird, welche Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Personen bestehen und welche Personen für den Test zur Verfügung stehen.

Bei drei aufgestellten Hypothesen:

kann das Ergebnis folgendermaßen aussehen:

96 % für Hypothese 1; 3,8 % für Hypothese 2 und 0,2 % für Hypothese 3

    In diesem Fall kann man davon ausgehen, dass es sich bei den untersuchten Personen um Vollgeschwister handelt.
    Erhält man Werte um die 50 Prozent, was selten vorkommt, aber nicht unmöglich ist, macht es Sinn, eine weitere Person (sofern vorhanden), die so nah wie möglich mit den anderen beiden Testpersonen verwandt ist, in die Analyse einzubeziehen, um eindeutigere Werte zu erhalten.
    Da bei Verwandtschaftsanalysen eine größere Anzahl von DNS-Bereichen untersucht, sowie umfangreichere und somit  zeitintensivere Berechnungen durchführt werden, ist ein solcher Test aufwändiger als z.B. ein Standard-Vaterschaftstest.

Ein detaillierter Familienstammbaum bzw. das Aufzeichnen der möglichen Verwandtschaftsverhältnisse ist hierbei sehr hilfreich für die spätere Wahrscheinlichkeitsberechnung der Verwandtschaftsbeziehung. Malen Sie uns dies ganz klassisch auf und senden uns alles per E-Mail, Brief oder Fax. Hier finden Sie eine Vorlage geschwistertest






  • Für alle Proben muss ein schriftliches Einverständnis der Testperson vorliegen. Bei minderjährigen Testpersonen ist das Einverständnis von allen Erziehungs- bzw.  Sorgeberechtigten erforderlich (im Einzelfall Kopie der Erklärung über das alleinige Sorgerecht).

  • Soll der Test bei einer Behörde oder vor Gericht anerkannt werden, muss die Probenabnahme durch einen Arzt dokumentiert werden.